Kinderblut im Mörder-Kässeli

Man könnte meinen, der Bundesrat Schneider-Ammann könnte das Wort „Ethik“ nicht mal buchstabieren, wenn er es ablesen könnte. Er und seine Partei wollen, unterstützt von der SVP, Waffen in „Konfliktgebiete“ (sprich: in aktive Kriege) liefern, um für die Schweizer Todesindustrie weitere Gewinne zu ermöglichen. Das hat gerade die sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats unter dem Diktat von SVP und FDP beschlossen.

Nur schon hier könnte man im Strahl kotzen.

Es reicht nicht, dass wir Waffen an die Saudis verkaufen, für die Menschenrechte ein Fremdwort sind, und die noch immer Folter und Köpfen legal in ihrem Justizsystem haben.

Jetzt wollen die beiden bürgerlichen Parteien an den Morden an Frauen und Kindern mitverdienen, die in den unterschiedlichsten Konfliktgebieten an der Tagesordnung sind. „Aber unsere Waffen werden nicht in Konflikten eingesetzt“, kommts da aus der bürgerlichen Ecke.

Hier kotze ich zum zweiten Mal.

Waffen werden in Konflikten eingesetzt. Dazu sind sie da. Das ist ihr einziger Zweck. Und selbst wenn die Waffen nicht direkt in Bürgerkriegen eingesetzt werden: Es ist ein Verbrechen, Waffen an Regime zu verkaufen, die in Bürgerkriegen mitmischen. Es ist Mord. Dass die FDP kein Problem damit hat, Gewinne mit Morden zu machen, ist nicht überraschend. Das steht da sicher irgendwo im Parteiprogramm. Heuchelei kann man den Anbetern des Mammon nicht vorwerfen. Bei der  SVP sieht das schon anders aus.

Hier kotze ich zum drittel Mal.

Es scheint, dass die SVP stark daran interessiert ist, die Krisenherde im Nahen Osten und weltweit am Köcheln zu halten. Hierzulande gehen nämlich die Flüchtlingszahlen zurück und die Partei verliert damit ihr Hauptwahlkampfthema. Ein bisschen mehr Krieg und Zack, die Flüchtlinge kommen zurück. Guter politischer Ansatz. Und so schön im EInklang mit Schweizer Werten (nicht).

Und jetzt kotze ich gleich meine Eingeweide raus.

Sowohl die SVP wie auch die FDP wollen diesen Entscheid keiner parlamentarischen Vernehmlassung unterziehen. Das heisst, sie wollen keine öffentliche Diskussion über ihren Entscheid, mit Schweizer Waffen in Bürgerkriegen mitzumischen. Wahrscheinlich hätten sie die ganze Sache am liebsten während der WM über die Bühne gebracht, damit auch niemand mitbekommt, was für einen menschenverachtenden, bösartigen Scheissdreck sie da durchziehen.

Aber, liebe bürgerlichen Parteien, nicht mit uns. Wir stopfen euch euer Blutgeld wieder in den Rachen.

Und denkt nicht, dass „wir“ nur Linke sind. Auch die Basis eurer eigenen Parteien hält das Verdienen am Töten von Menschen für einen ethisch degenerierten Scheissdreck.

Solltet ihr also bei eurer Entscheidung bleiben, wird es nicht schwer sein, eine Initiative zu lancieren, die die Rüstungsindustrie und deren Lobby brutal in den Senkel stellt. Ein totales Exportverbot für Waffen wäre ein Denkansatz.

Wir lassen uns weder aus den demokratischen Entscheidungsprozessen auschliessen, noch werden wir die Schnauze halten.

Vergesst nicht, wir sind eure Arbeitgeber.

3 Gedanken zu “Kinderblut im Mörder-Kässeli

  1. sobald es um Geld geht, kennt FDP und SVP keine Schranken mehr.
    In der Arena hat mal einer gesagt „Waffenexporte sichern bei uns Arbeitsplätze“, leider weiss ich nicht mehr welcher das gesagt hat. Ich glaube es war der Bigler oder einer von der SVP.
    Genau so ticken die, geld und Arbeitsplätze, da spielt es doch keine Rolle wieviele dafür über den Jordan gehen, hauptsache die Kohle stimmt.

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